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Wir gedenken

Nachruf für Heinz Meiberth

Heinz und der Disbu

Wir haben einen Freund verloren. Die Erinnerungen bleiben. Die Erinnerungen an gemeinsame Jahre im SV Disbu. Die Erinnerungen an zahlreiche Stunden im kleinen und großen Familienkreis. Und manches gehört zusammen: die Familie und der Sportverein, auch wenn sich die Schwerpunkte im Laufe der Jahrzehnte vielleicht ein bisschen hin zum Privaten verschoben haben.
Heinz war nie der Sportfunktionär, der sich in den Vordergrund geschoben hat. Aber er war immer da, wenn jemand gebraucht wurde, der mit Ruhe, Gelassenheit und Sachverstand eingreifen konnte, wenn es denn notwendig war. Da waren junge und alte Volleyballerinnen und Volleyballer, bei denen einer die Verantwortung fürs Organisatorische, für Hallenzeiten, Bälle und Trainingszeiten übernehmen musste. Da gab es solche Unstimmigkeiten bei den jungen Basketballspielern und ihrem Trainer und Abteilungsleiter, dass man um den Fortbestand dieses Angebots im Disbu fürchten musste. Heinz war zur Stelle, klärte Differenzen, lenkte die Abteilung zurück ins Sportliche, in ruhiges und erfolgreiches Wirken im Innern und nach draußen. Zuletzt war Heinz als Kassenprüfer aktiv, hatte einen wachen Blick auf die Finanzen des Gesamtvereins.
Und was mindestens ebenso wichtig für den Verein war: Helga und er - man muss, man darf beide in einem Atemzug nennen - haben es verstanden, ihre Kinder mit gleichen Werten erwachsen werden zu lassen. Beide, Birgit und Thomas (und dann auch Simone) haben sich kontinuierlich bis heute effektiv im Disbu engagiert - Birgit damals als Jugendliche in der sehenswerten sportlichen Jazzgymnastik, Thomas in der Basketballabteilung und Simone seit vielen Jahren als Chefin des Vereins.
Zu den Erinnerungen gehören zahlreiche Veranstaltungen, die jahrelang das gesellige Leben im Verein bereichert haben. Leider merkt man oft erst dann, wenn sie nicht mehr stattfinden, ihren unschätzbaren Wert für den Zusammenhalt im Verein, für das, was im Grunde einen Verein ausmacht: Zum Beispiel die Ausflüge und Weinproben, die Helga und Heinz gemeinsam geplant und für uns Vereinsmitglieder durchgeführt haben, fehlen uns, seit die Kraft für die zeitraubende und manchmal mühselige Organisation nachgelassen hat. Und wir müssen uns fragen, ob wir mit unserem Dank für dieses gewiss nicht selbstverständliche Engagement zu sparsam gewesen sind.
Unsere Trauer bleibt untrennbar verbunden mit den Erinnerungen.

von Jörg-Dieter Häußer


Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 27.04.2019.
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